18.Mai 2011, 14:24 Uhr
Fussball
Nach der Entlassung von Teammanager Christian Beeck hat sich der 1. FC Union neu aufgestellt: In sportlichen Fragen hat fortan alleine Trainer Uwe Neuhaus das Sagen. Zur Seite gestellt wird ihm der neue kaufmännische Leiter Nico Schäfer, der sich ab 1. Juli um die kaufmännisch-organisatorische Leitung der Lizenzabteilung kümmern soll. Damit werden die bisherigen Aufgaben Beecks geteilt.
"Die Kaderzusammenstellung obliegt dem Trainer. Nur die wirtschaftlichen Entscheidungen müssen wir zusammen treffen", sagte Schäfer, der im Sommer 2009 nach rund zehn Jahren in verschiedenen Positionen (u.a. Geschäftsführer) bei Rot-Weiss Essen aufgehört hatte, bei seiner Vorstellung am Mittwoch. Union-Präsident Dirk Zingler ist überzeugt davon, den Richtigen gefunden zu haben: "Er ist genau der Mann, den wir in unserer Situation brauchen. Wir müssen den nächsten Schritt gehen und unser unternehmerisches Netzwerk verstärken. Was uns bislang fehlte, war ein kaufmännischer Part."
Auch Neuhaus zeigte sich von der Personalie erfreut: "Mich freut das klare Bekenntnis des Vereins zur Weiterentwicklung auch im sportlichen Bereich. Es kann nicht unser Ziel sein, dauerhaft nur gegen den Abstieg zu spielen", sagte der Coach: "Ich bin sicher, dass wir bei Union davon profitieren werden."
Von Teammanager Beeck hatte sich Union am Dienstag nach sechs Jahren überraschend getrennt, um, wie Zingler erklärte, "der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung sportlicher Entscheidungen im Lizenzspielerbereich künftig besser Rechnung tragen zu können".
Beeck durchlief als Spieler die Nachwuchsabteilung von Union und absolvierte für Hansa Rostock und Energie Cottbus 79 Partien in der Bundesliga. 111-mal lief er zudem für Stahl Brandenburg, Fortuna Düsseldorf und Cottbus in Liga zwei auf. 2005 stieg er als Teammanager bei Union ein. "Ich bedanke mich für die letzten sechs Jahre. Sie waren sehr intensiv, sehr lehrreich und werden mich bei meinen zukünftigen Wegen begleiten", erklärte Beeck: "Zwei Aufstiege und zweimal Klassenerhalt in der 2. Liga - mehr geht eigentlich nicht."