29.Juli 2011, 22:48 Uhr
Fussball
Sechs Stunden Verhandlung im schweizerischen Nyon hatten für José Mourinho nur einen geringfügigen Effekt: Die UEFA lockerte die Sperre des Trainer von Real Madrid lediglich leicht. Der Portugiese bleibt für fünf Partien suspendiert, allerdings setzte die Berufungskommission der UEFA am Freitag nun auch die Sperre für das vorletzte Spiel auf drei Jahre zur Bewährung aus. Die Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro muss Mourinho bezahlen.
Nach den Vorfällen im Champions-League-Halbfinale 2011 gegen den FC Barcelona hatte Mourinho bereits im Rückspiel nicht auf der Bank sitzen dürfen. Für zwei weitere Partien der Gruppenphase ist es ihm nun noch verboten, seine Mannschaft zu betreuen oder überhaupt das Stadion zu betreten. Auch die Geldstrafe gegen Real Madrid in Höhe von 20.000 Euro wegen des Verhaltens einiger Fans hielt die UEFA aufrecht.
Nach Reals 0:2-Heimniederlage im Hinspiel am 27. April waren die Emotionen übergekocht. Mourinho hatte mit höhnischen Gesten auf die Rote Karte für Verteidiger Pepe durch den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark reagiert und musste dafür auf die Tribüne. Nach der Partie verstieg sich der Portugiese dann in Verschwörungstheorien bezüglich einer angeblichen Vorzugsbehandlung des FC Barcelona.
Gegen den Spruch der UEFA-Berufungskommission kann der 48-Jährige innerhalb von zehn Tagen Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen.