13.Mai 2011, 14:08 Uhr
Fussball
Sir Alex Ferguson, die FA und die Schiedsrichter - eine glückliche Dreiecksbeziehung wird das nicht mehr. Kaum von seiner Fünf-Spiele-Sperre zurückgekehrt, droht dem Trainer von Fast-Meister Manchester United die nächste Strafe durch den englischen Fußball-Verband. Diesmal hatte er sich im Vorfeld des Topspiels gegen den FC Chelsea am vergangenen Sonntag (2:1) einen Kommentar über Referee Howard Webb erlaubt - und zwar einen durchaus lobenden.
Das passt natürlich ins Bild: Da verliert Ferguson tatsächlich einmal lobende Worte über einen Unparteiischen und wird trotzdem mal wieder bestraft. "Wir bekommen den besten Schiedsrichter, da gibt es keinen Zweifel", hatte der 69-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem Chelsea-Spiel am 8. Mai gesagt. "Aber es ist definitiv unsere große Sorge, dass eine Entscheidung gegen uns gefällt wird. Wir hoffen einfach, dass wir diesmal mit ein bisschen Glück dran sind."
Das Problem: Weil der Kommentar zwei Tage vor dem Anpfiff fiel, brach Ferguson eine FA-Regel. Laut Verband ist es nämlich untersagt, sich im Vorfeld einer Partie über den Referee zu äußern - in welcher Form auch immer. Die FA eröffnete deshalb ein Verfahren wegen "unangemessenen Benehmens". Noch ist allerdings unklar, welche Strafe dem Verband vorschwebt. Auf der Insel geht man jedoch nicht davon aus, dass Ferguson erneut zum Zuschauen verdammt wird. Eine Geldstrafe ist wahrscheinlicher.
Die Trainerlegende, die gerade erst eine Fünf-Spiele-Sperre aufgrund einer Schiedsrichter-Schelte gegen Martin Atkinson abgesessen hatte, hat nun bis zum Montagnachmittag Zeit, sich gegen die FA-Entscheidung zu wehren.