20.Mai 2011, 13:11 Uhr
Fussball
Joachim Löw muss in den drei Länderspielen zum Abschluss der Saison auf Bastian Schweinsteiger verzichten. Der Bayern-Spieler wird gegen Uruguay (29. Mai) sowie in der EM-Qualifikation in Wien gegen Österreich (3. Juni) und in Baku gegen Aserbaidschan (7. Juni) aufgrund eines Zehenbruchs fehlen. Der Bundestrainer verzichtet trotz der Absage auf eine Nachnominierung.
Der Mittelfeldstar von Bayern München sagte am Freitag in Abstimmung mit Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, dem Mannschaftsarzt von Bayern München und des DFB-Teams, ab. Der 26-jährige Schweinsteiger hatte im Bundesligaspiel des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt am 23. April einen Bruch des mittleren rechten Zehs erlitten und auf Grund der besonderen sportlichen Situation des Rekordmeisters trotz Schmerzen bis zum Saisonende weitergespielt. Schweinsteiger muss eine längere Trainingspause einlegen. Der gebrochene Zeh wird für einen optimalen Heilungsverlauf zunächst ruhiggestellt.
Schweinsteiger hatte die letzten Saisonspiele mit Schmerzmitteln bestritten, dazwischen kaum noch trainiert. Die Verletzung hatte man beim FC Bayern zurückgehalten aus Sorge, dass ein Gegenspieler Schweinsteiger auf den Fuß treten könnte. Bei den Freundschaftsspielen am Montag gegen eine Niederbayern-Auswahl und am Mittwoch gegen Zenit St. Petersburg wurde er nicht mehr eingesetzt. Am Sonntag hatte er allerdings in Düren gegen eine Kreisauswahl noch mitgewirkt.
Neben Schweinsteiger droht auch der Ausfall von Sami Khedira, der sich vor vier Wochen einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich zugezogen hat. Als Alternativen hatte Löw Toni Kroos, Simon Rolfes, Sven Bender und Christian Träsch, nicht aber Kapitän Michael Ballack berufen.