Fussball
02.August 2011, 14:15 Uhr
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Der FC Bayern hat sich am Montagabend keine Blöße gegeben, ist standesgemäß mit einem klaren wie hoch verdienten 3:0-Erfolg beim Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig in die 2. Runde des DFB-Pokal eingezogen. Es war kein Feuerwerk, das die Münchner abbrannten, doch der deutsche Rekordmeister glänzte vor allem mit hoher Effizienz.

Die Münchner wurden ihrer Favoritenrolle gegen den bis dahin ungeschlagenen Zweitliga-Aufsteiger zu jeder Zeit gerecht. Mit einer Pass-Sicherheit von 94 Prozent bestimmten die Heynckes-Schützlinge das Geschehen beinahe nach Belieben. Der Ball lief wie am Schnürchen durch die eigenen Reihen. Bayerns Torhüter-Neuzugang Manuel Neuer war fast beschäftigungslos.

Jupp Heynckes, in seiner dritten Amtszeit an der Isar, zeigte sich zufrieden mit dem "souveränen Auftritt" seiner Mannschaft. "Wir haben eine sehr gute Raumaufteilung gehabt und hinten gut gestanden", so Heynckes, dessen Hauptaugenmerk in der Saisonvorbereitung genau darauf abgezielt hatte.

Top-Stürmer Mario Gomez, in der vergangenen Spielzeit mit 28 Bundesliga-Treffern Gewinner der kicker-Torjäger-Kanone, brachte die Münchner mit einem sicher verwandelten Strafstoß (Reichel an Müller) in Front. Doch warum trat der Nationalstürmer zum zweiten Elfmeter (Boland an Müller) nicht mehr an? "Er wollte mir ein Geburtstagsgeschenk machen - ich muss mich bei ihm bedanken", klärte der seit gestern 27-jährige Bastian Schweinsteiger gegenüber Sky auf.

Matchwinner der Bayern im ausverkauften Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße (23 645 Zuschauer) war WM-Torschützenkönig Thomas Müller, der nicht nur an den beiden Strafstößen maßgeblichen Anteil hatte, sondern mit dem 3:0 auch den Schlusspunkt setzte. Müller setzte im Sechzehner nach und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck. Sehenswert, da er das mit dem Rücken zum Tor stehend artistisch über sich hinweg gemacht hatte.

Dabei fehlten in dem einseitigen Duell verletzungsbedingt sogar noch die beiden Superstars Arjen Robben und Franck Ribery, die am Sonntag in der Münchner Allianz Arena voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen werden. Doch auch ohne "Robbery" zelebrierte der FC Bayern hohe Fußballkunst. Wie weit die Münchner aber wirklich sind, müssen sie am kommenden Sonntag (LIVE!-Ticker ab 17.30 Uhr) zum Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach zeigen.
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