30.Mai 2011, 14:11 Uhr
Fussball
Die deutsche Nationalmannschaft geht ohne Angreifer Miroslav Klose in den EM-Qualifikations-Doppelpack in Österreich (Freitag, 20.30 Uhr) und Aserbaidschan (Dienstag, 19 Uhr). Der 109-malige Auswahlstürmer war am Sonntagabend beim Benefiz-Test gegen Uruguay (2:1) in Sinsheim kurz vor Schluss mit Torwart Muslera zusammengeprallt. Eine Kernspintomografie am Montagmorgen in München ergab: Klose hat sich eine schwere Rippenprellung zugezogen.
"Es ist bedauerlich, dass Miro ausfällt. Bei unseren Planungen für diese Begegnungen hat er gemeinsam mit Mario Gomez im Sturm eine wichtige Rolle gespielt. Wir wünschen Miro einen guten und schnellen Heilungsverlauf. Über eine Nachnominierung werden wir uns Gedanken machen", sagte Joachim Löw nach dem Ausfall seines erfolgreichsten Torschützen.
Kurz vor Schluss musste der zur Pause für Mesut Özil eingewechselte Klose nach dem Zusammenprall mit Muslera behandelt werden. Bei seinem 109. Länderspieleinsatz - der Bayern-Profi ist damit Zweiter hinter Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150) - kehrte er für die finalen Sekunden der Partie nach kurzer Behandlung auf den Rasen zurück. Unmittelbar nach der Begegnung klagte er dann aber über starke Beschwerden, so dass am Morgen nach dem Spiel eine Kernspintomografie in München terminiert wurde.
Bei der Untersuchung ergab sich dann definitiv, dass der 32 Jahre alte Stürmer in den nächsten Tagen mit dem Training aussetzen muss und daher für die kommenden beiden EM-Qualifikationsbegegnungen nicht zur Verfügung steht.
Löw hat damit mit Bundesliga-Torschützenkönig Mario Gomez, der gegen Uruguay das Führungstor erzielte und eine starke Partie ablieferte (kicker-Note 2,5), nur noch einen gelernten Mittelstürmer im Aufgebot.
Khedira übt mit den Reservisten
Leichte Hoffnung auf ein Comeback hat derweil noch Sami Khedira, der Mittelfeldspieler von Real Madrid hat nach seinem Muskelbündelriss im Oberschenkel am Montag das Balltraining aufgenommen. Khedira bestritt das komplette Übungsprogramm mit den Reservespielern, will aber im Hinblick auf einen Einsatz "null Risiko" eingehen. Der Gladbacher Marco Reus leidet weiter an muskulären Problemen. Er fehlte auch am Montag beim Training.