31.August 2010, 19:36 Uhr
Fussball
Der AC Mailand macht auf dem Transfermarkt ernst. Drei Tage nach der Verpflichtung von Zlatan Ibrahimovic ist der nächste Neuzugang für die ohnehin schon luxuriös besetzte Milan-Offensive unter Dach und Fach: Robinho hat am frühen Nachmittag den Medizincheck in Milanello absolviert und danach einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Das gaben die Rossoneri am Abend auf ihrer Internetseite bekannt.
Über die Ablösesumme ließen die Lombarden zwar nichts verlauten, übereinstimmenden Medienberichten zufolge überweist Milan aber 15 Millionen Euro für den Brasilianer, der bei City in der vergangenen Saison aufs Abstellgleis geraten und zuletzt an den FC Santos ausgeliehen war. ManCity hatte vor zwei Jahren, am Tag der Übernahme der neuen Besitzer aus Abu Dhabi, knapp 43 Millionen Euro an Real Madrid überwiesen und Robinho zum teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte gemacht. Der 26-Jährige unterzeichnete einen Vierjahresvertrag und wird nicht, wie zunächst berichtet worden war, ausgeliehen. "Ich bin sehr glücklich. Ich hoffe, mit Milan den Meistertitel zu gewinnen", sagte Robinho am Dienstag auf dem Vereinsgelände der Rossoneri.
Durch den Verkauf von Klaas-Jan Huntelaar zum FC Schalke 04 war bei Milan ein Platz im Sturm freigeworden. Für den Niederländer überweisen die Königsblauen 14 Millionen Euro in die Lombardei.
Die Verpflichtung Robinhos, der bei der WM in vier Spielen zwei Tore erzielte, ist für Milan der zweite Transfercoup binnen weniger Tage. Am Samstag hatten die Rossoneri Ibrahimovic vom FC Barcelona verpflichtet. Der Schwede, der zum Liga-Auftakt in San Siro bereits zwischen den Milan-Granden auf der Tribüne Platz nahm und das 4:0 gegen Aufsteiger US Lecce sah, wird zunächst für eine Spielzeit ausgeliehen. Danach kann der Wechsel für 24 Millionen Euro dauerhaft gemacht werden.
Gemeinsam mit dem früheren Weltfußballer Ronaldinho und Jungstar Pato bilden die beiden Neuzugänge fortan die exquisite Offensivabteilung der Rossoneri, die offenbar nicht tatenlos zusehen wollen, wie Lokalrivale Inter den sechsten Meistertitel in Serie feiert.
Borriello: Schlägt die Roma noch zu?
Für Marco Borriello ist damit kein Platz mehr. Der italienische Nationalstürmer soll bis zum Ablauf der Transferfrist noch an den Mann gebracht werden. Der 28-Jährige stand zunächst bei Juventus Turin auf dem Zettel, das inzwischen jedoch abgewinkt hat. Aussichtsreichster Abnehmer für Borriello, der sich nicht verleihen lassen will, scheint nun der AS Rom zu sein.