Fussball
11.Mai 2011, 12:39 Uhr
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Rettung, Relegation oder sogar der direkte Abstieg? Der VfL Wolfsburg, deutscher Meister von 2009, steht am Samstag beim Spiel in Hoffenheim mit dem Rücken zur Wand. Wenigstens auf einen ist derzeit Verlass bei den "Wölfen": Mario Mandzukic. Der 24-Jährige spielte lange auf der falschen Position. Jetzt schießt der Kroate Tore - vielleicht sogar die entscheidenden zum Klassenerhalt.

Nach drei ungeschlagenen Spielen in Folge inklusive der Siege gegen Köln (4:1) und in Bremen (1:0) schien der VfL Wolfsburg doch noch einmal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Doch dann kam der Rückschlag gegen Kaiserslautern. Vor eigenem Publikum unterlagen die Niedersachsen den Pfälzern mit 1:2. Wenigstens auf einen war aber auch am Samstag Verlass. Mandzukic erzielte bereits in der 6. Minute die Führung für die Elf von Trainer Felix Magath, was am Ende aber nicht reichte.

Es war bereits der sechste Treffer des Kroaten in der Rückrunde, nachdem er vor der Winterpause leer ausgegangen war. Der Knoten bei Mandzukic scheint geplatzt, wohingegen es beim VfL in Sachen Klassenerhalt noch gehörig klemmt. Also avanciert der am 21. Mai 25 Jahre alt werdende Angreifer zum großen Hoffnungsträger der Grün-Weißen.

Mandzukic wechselte im vergangenen Sommer von Dinamo Zagreb nach Wolfsburg. Der 18-malige kroatische Nationalspieler hatte in drei Jahren für Dinamo 110 Spiele absolviert und dabei stolze 52 Treffer erzielt. Bei den Niedersachsen erlebte Mandzukic unter Trainer Steve McClaren aber einen klassischen Fehlstart. Der Zentrumsstürmer musste im 4-2-3-1-System als Flügelspieler auflaufen. Dort spielte er zwar schon einmal, richtig wohl fühlte er sich auf dieser Position aber nie.

Es musste erst Magath kommen, um Mandzukic aus der Sackgasse zu führen. Was er mit dem Stürmer gemacht habe, wurde der Coach gefragt. "Nichts", war Magaths simple Antwort. "Jeder Spieler hat nun mal seine Lieblingsposition. Und da spielt Mario jetzt." Mit Erfolg.

Am Samstag also soll Mandzukic im Kraichgau die "Wölfe" zum Klassenerhalt schießen. Der VfL hat es als Tabellen-15. und mit der um zehn Tore besseren Tordifferenz gegenüber Mönchengladbach in der eigenen Hand. Zudem kehrt der zuletzt gelbgesperrte Grafite zurück in die Startelf und soll "mit seiner Wucht", so Magaths Hoffnung, entscheidende Lücken in die Hoffenheimer Defensive reißen. In die dann Mandzukic stoßen könnte.
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