28.Mai 2011, 19:57 Uhr
Fussball
Wie Zweitligist TSV 1860 München am Samstag mitteilte, ist der Traditionsklub auf dem Weg zur Rettung vor dem finanziellen Kollaps einen weiteren Schritt vorangekommen. Mit dem Berliner Unternehmer Nicolai Schwarzer stimmte der letzte Gläubiger einem Teilverzicht zu.
Schwarzer sagte, er habe bis vor wenigen Tagen an der "Tragfähigkeit des Investitionskonzepts gezweifelt". Nun sei er aber optimistisch, dass der Traditionsklub den Neuanfang packen werde. Präsident Schneider: "Ich bedanke mich bei Nicolai Schwarzer für die konstruktiven Gespräche. Wir sind zu dem gewünschten Ergebnis gekommen. Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Gesamtlösung für den Verein weiter voranzubringen", sagte Präsident Dieter Schneider.
Damit ist die nächste große Hürde für den Einstieg des jordanischen Investors Hasan Ismaik genommen, der als letzte Möglichkeit gilt, den Verein vor der Insolvenz zu retten. Der Geschäftsmann und Multimillionär hatte einen Teilverzicht der Gläubiger zur Voraussetzung für sein Engagement bei den Löwen gemacht.
Zu Wochenbeginn kann nun der Einstieg Ismaiks folgen, der beim hoch verschuldeten Zweitligist einen Kooperationsvertrag unterschreiben soll. Ismaik übernimmt für 18 Millionen Euro 49 Prozent der Kommanditgesellschafts-Anteile. Dieser Kontrakt wird sodann der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zur Prüfung vorgelegt. Am 3. Juni entscheidet die DFL über die Lizenz für die kommende Saison.