27.Juli 2011, 13:36 Uhr
Fussball
Zweites Spiel, zweite Niederlage - so liest sich keine zufriedenstellende Bilanz, vor allem wenn man so ambitioniert ist wie der MSV Duisburg. Doch die Analyse des Vereinsbosses Dieter Steffen fällt gänzlich unaufgeregt aus: "Das braucht Zeit, und die hat der Trainer." Doch nach dem 2:1 gegen Schalke im Benefizspiel für die Opfer der Loveparade folgte der nächste Rückschlag: Der gesetzte Stürmer Emil Jula fällt mehrere Wochen aus.
Der Stürmer, den die Duisburger als feste Größe von Cottbus loseisten, musste sich am Montag für das Schalke-Spiel wegen Wadenproblemen abmelden. Im Training trat der hünenhafte Angreifer entsprechend kürzer, doch nach intensiven Untersuchungen beim 32-jährigen Rumänen gab es ernüchterne Neuigkeiten für Milan Sasic. "Wir haben jetzt die böse Bestätigung, dass er mindestens vier bis sechs Wochen fehlen wird", so der MSV-Coach am Dienstag auf der Internetseite des Vereins.
Mit Julas Ausfall steht den Zebras auch der zweite etatmäßige Stürmer nicht zur Verfügung, da auch Srdjan Baljak wegen eines Kreuzbandrisses noch Monate fehlen wird. Da passt es ins negative Bild, dass sich am Dienstagabend auch noch ein dritter Stürmer-Kandidat abmeldete. Flamur Kastrati hätte gegen die Königsblauen von Anfang an dabei sein sollen, doch der 19-jährige Norweger brach das Aufwärmen mit Adduktorenproblemen ab. "Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt", sagte Sasic.
Sasic ist angefressen
Ohnehin pendelte die Befindlichkeit von Sasic nach den beiden Auftaktpleiten schon zwischen "Ärger und Säuerlichkeit". Vor der Partie gegen Cottbus hatte der Fußball-Lehrer noch gefordert, dass "Fehler wie beim 2:3 in Karlsruhe nicht noch einmal vorkommen sollen" - vergeblich. Siehe Kevin Wolze beim zweiten Treffer der Cottbuser. "Dieses Tor geht ganz klar auf meine Kappe, aber ich kann meinen Fehlpass im Mittelfeld auch nicht mehr ungeschehen machen", sagt der 21-Jährige selbstkritisch.
Und so kommt es, dass der bislang ohne Fehl und Tadel haltende Keeper Florian Fromlowitz schon mit fünf Gegentoren belastet ist. Dennoch nimmt der 25-jährige Neuzugang aus Hannover seine Vorderleute ausdrücklich in Schutz: "Wir haben alles gegeben, müssen uns aber als kompakte Einheit finden, man hat ja gesehen, dass wir da noch Defizite haben."
Da kommt für den Pokalfinalisten die erste Hauptrunde des DFB-Pokals am nächsten Wochenende wie gerufen. Fromlowitz dazu: "Beim Drittligisten Babelsberg müssen wir uns neues Selbstvertrauen holen."