<< Zurück zur HTML-Ansicht <<

17.März 2010, 08:07 Uhr - José Mourinho triumphiert mit Inter beim FC Chelsea!

Nach Bayern, Arsenal, ManUnited und Lyon stehen seit heute Abend auch Inter Mailand und ZSKA Moskau im Champions-League-Viertelfinale. Für Inter-Coach José Mourinho wurde das Gastspiel in Chelsea an der Stamford Bridge, seiner alten Wirkungsstätte, zum Triumphzug. Trauer dagegen in Sevilla, das nach einem Patzer von Torhüter Palop raus ist. Mittwoch träumt Stuttgart von der Sensation in Barcelona, Bordeaux hat gegen Olympiakos alle Trümpfe in der Hand.

In der vergangenen Woche bereitete das Old Trafford in Manchester David Beckham bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte einen berauschenden Empfang. Diese Woche gab's ein ähnliches Schauspiel an der Stamford Bridge, als José Mourinho mit Inter beim FC Chelsea gastierte. Das Herz des Portugiesen hängt immer noch an den Blues, die er 2005 und 2006 zum Meistertitel führte.

Und das Gastspiel an alter Wirkungsstätte wurde für Mourinho zum Triumphzug. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel behielt Inter auch am Dienstagabend mit 1:0 die Oberhand und zog ins Viertelfinale ein. Chelsea musste erstmals seit dem 22. Februar 2006 und 21 Heimspielen wieder eine Niederlage vor den eigenen Fans in der Champions League hinnehmen. Somit ist Michael Ballacks Traum vom Gewinn der Champions League erneut geplatzt.

In einer intensiven Partie machte Inter an der Stamford Bridge das Viertelfinale nahezu mühelos perfekt. Die taktisch ausgebuffte und technisch bessere Mourinho-Elf geriet beim uninspirierten FC Chelsea nur selten in Gefahr. Die Lombarden hielten die Blues im ersten Durchgang gut in Schach, übernahmen mit zunehmender Dauer immer mehr das Kommando und beseitigten zehn Minuten vor Schluss alle Zweifel am Weiterkommen.

FIFA 08 Moskau erstmals im Viertelfinale

Sevilla hat die große Chance verpasst, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale der Königsklasse einzuziehen. ZSKA Moskau nutzte seine wenigen Chancen eiskalt, zur Pause war das Hinspielergebnis von 1:1 bereits egalisiert. In der 55. Minute dann die ganz kalte Dusche für Sevilla: Ausgerechnet der routinierte Keeper Palop leistete sich einen folgenschweren Fauxpas, Honda traf per Freistoß zum 1:2. Beim UEFA-Cup-Sieger von 2006 und 2007 saß der Schock tief, die abwehrstarken Russen ließen dank ihrer Kampfkraft und Routine keine Spannung mehr aufkommen. Somit zieht ZSKA seinerseits erstmals in die Runde der letzten Acht ein.

FIFA 08 Der VfB träumt von der Sensation

Lyon hat's in Madrid vorgemacht. Am Mittwoch träumt auch der VfB Stuttgart von der großen Überraschung. Nach dem 1:1 im Hinspiel gastieren die Schwaben beim FC Barcelona. Horst Heldt glaubt nur an eine "Mini-mini-Chance", das Real-Aus habe den Stuttgartern nicht gerade in die Karten gespielt, meint er: "Jetzt hat Barcelona die historische Chance, im Mai in Madrid im Finale zu stehen." Eine Gelegenheit, die sich Barça wohl wirklich nur ungern entgehen lassen will.

"Uns muss ein perfektes Spiel gelingen", glaubt VfB-Coach Christian Gross, dem sein beim 1:2 auf Schalke gelbgesperrter Kapitän Delpierre wieder zur Verfügung steht. Auch Celozzi hat seine fiebrige Erkältung auskuriert. Besondere Bedeutung wird erneut dem Duell Molinaro gegen Messi zukommen, das der Italiener im Hinspiel für sich entschied. "Im Camp Nou wird es viel komplizierter", ahnt Molinaro jedoch. Beim 3:0 gegen Valencia erzielte Messi am Sonntag alle drei Treffer. Der Kommentar von Gross: "Es ist nicht das erste Mal, dass er drei Tore geschossen hat, es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein, es wäre nur hilfreich, wenn es nicht gleich gegen uns wieder soweit wäre."

FIFA 08 Bordeaux hat alle Trümpfe in der Hand

Die neue Stärke von Girondins Bordeaux bekam der FC Bayern in der Gruppenphase gleich zweimal zu spüren. In der heimischen Ligue 1 ist der französische Meister zwar nicht mehr so dominant wie noch in der ersten Saisonhälfte, der Teppich Richtung Viertelfinale ist nach dem 1:0-Hinspielerfolg in Piräus aber schon ausgerollt. Olympiakos liegt in der Liga schon sieben Punkte hinter Spitzenreiter Panathinaikos. Beim 2:2 gegen PAO Ioannina gingen alle Tore auf das Konto des griechischen Serienmeisters: Papadopoulos und Mellberg trafen ins eigene Netz.

Autor: Christian