03.August 2011, 15:15 Uhr
Fussball
Die Verletzung von Lucas Barrios ist schlimmer als angenommen. Wie Borussia Dortmund bekanntgab, wird der Angreifer wegen eines Muskelfaserrisses noch fünf bis sechs Wochen ausfallen. Zuletzt hieß es, der 26-Jährige könne demnächst wieder ins Training einsteigen, mit einem Einsatz zum Bundesligastart am Freitag gegen den Hamburger SV war aber schon im Vorfeld nicht zu rechnen gewesen.
Der Argentinier, der inzwischen für die paraguayische Nationalmannschaft aufläuft, wurde beim Finale der Copa America gegen Uruguay (0:3) nach 77 Minuten eingewechselt und verletzte sich nur kurze Zeit später. Vor gut einer Woche hieß es noch von BVB-Seite, der Muskelfaserriss im Oberschenkel werde in "zwei bis drei Wochen ausgeheilt sein". Dies teilte Mannschaftsarzt Markus Braun mit. Die Diagnose erwies sich als Fehlschluss. Trainer Jürgen Klopp war angesichts der drohenden Abwesenheitsdauer seines Topstürmers nicht gerade erbeut und übte Kritik: "Das belastet unser Verhältnis zum paraguayischen Verband", so Klopp am Mittwoch.
Somit wird wohl Robert Lewandowski als einzige Sturmspitze auflaufen. Beim 3:0-Erfolg in Sandhausen schlug der Pole zweimal zu. Flankiert werden dürfte er von Götze und Großkreutz, während Kagawa als Spielmacher fungieren wird.
Barrios gehörte in der Meistersaison 2010/11 zu den Leistungsträgern in Klopps Team. Der Angreifer steuerte in 32 Spielen 16 Tore und sechs Vorlagen zum Titel bei. Barrios wechselte 2009 von Colo Colo Santiago zu den Westfalen.