14.November 2007, 11:17 Uhr
Fussball
Auf einer sonst friedfertigen und durchweg von positiven Ergebnissen und Bilanzen geprägten Jahreshauptversammlung des FC Bayern, platzte Manager Uli Hoeneß am Ende der Veranstaltung doch noch der Kragen. Nach einigen kritischen Wortmeldungen zum Thema mangelnde Stimmung in der Allianz Arena, legte der Wurstfabrikant so richtig los.
"Das ist populistische Scheiße, was ihr hier erzählt. Dann müsst ihr euch einen anderen Verein suchen", fauchte er mit bollerroten Kopf. "Für die Stimmung im Stadion", sagte er weiter, "seid ihr doch verantwortlich." Als dann ein Fan die Stimmung beim Erzfeind 1860 München lobte, war es ganz vobei mit der Beherrschung.
"Hört auf, zu erzählen, bei 1860 ist alles besser. Da ist gar nichts besser, der Verein ist praktisch pleite und wir haben ihn am Leben erhalten", schimpfte er.
Rummenigge äußerte sich ruhiger, aber nicht weniger drastisch.
"Ich finde es fast unverschämt, was hier an Kritik verbreitet wird", sagte der Vorstandsvorsitzende. "Wir versuchen alles, um Stimmung in dieses wunderschöne Stadion zu bringen - ich habe nicht den Eindruck, dass das hier alles so geschätzt wird."
Er sah die Ursache für die mangelnde Unterstützung von den Rängen auch keineswegs beim Verein: "Fakt ist doch, dass sich die Fanklubs untereinander nicht grün sind, und speziell der Klub Nummer 12 spielt dabei eine ganz beschissene Rolle."