15.August 2011, 08:20 Uhr
Fussball
Das monatelange Tauziehen um den spanischen Welt- und Europameister Cesc Fabregas ist beendet. Der 24-Jährige wird den FC Arsenal verlassen und wieder zu seinem Heimatverein FC Barcelona zurückkehren. Dies bestätigten die Gunners am späten Sonntagabend auf ihrer Website. Über die finanziellen Dimensionen des Transfers wurde noch nichts bekannt.
Fabregas fehlte bereits beim torlosen Remis gegen Newcastle United am Samstagabend. 24 Stunden später gab Arsenal bekannt, dass man eine "prinzipielle Übereinkunft" mit dem FC Barcelona über einen Wechsel getroffen habe. Fabregas wird noch den obligatorischen medizinischen Test in der katalanischen Metropole absolvieren und könnte noch am Mittwoch zum Rückspiel im spanischen Supercup gegen den Pokalsieger Real Madrid zum Kader Barças gehören.
"Wir haben immer gesagt, dass wir nicht wollen, dass Cesc geht. Aber wir verstehen seinen Wunsch, zu seinem Heimverein zurückzukehren und haben deshalb das Angebot von Barcelona akzeptiert", erklärte Arsenal-Teammanager Arsene Wenger.
Cesc Fabregas wurde in Arenys de Mar in der Nähe Barcelonas geboren und stieß bereits als Zehnjähriger zum FC Barcelona. Dort wurde er im berühmten Jugendinternat "La Masia" ausgebildet. Als 16-Jähriger wagte er dann den Sprung auf die Insel und schloss sich dem FC Arsenal an.
Für die Gunners absolvierte er seitdem 303 Pflichtspiele und erzielte dabei 57 Tore. Er hält den Rekord als jüngster Torschütze sowie als jüngster Profispieler in den Reihen der Londoner. Seit dem Jahr 2008 ist er der Kapitän Arsenals und somit Wengers verlängerter Arm.
Noch müssen die Formalitäten erledigt werden, Fabregas muss zudem den obligatorischen medizinischen Check überstehen. Dann wird die Tinte unter die vorbereiteten Papiere gesetzt. Die genauen Dimensionen des Transfers wurden noch nicht bekannt. Allerdings wurde die Ablösesumme für Fabregas bisher auf bis zu 40 Millionen Euro geschätzt.
Während die Katalanen damit ihren "verlorenen Sohn" zurückbekommen und neben Alexis Sanchez von Udine Calcio einen weiteren Königstransfer tätigten, verlieren die Gunners eine ihrer Integrationsfiguren. Acht Jahre lang spielte Fabregas im weiß-roten Dress und konnte sich dabei viel Respekt erarbeiten.
Auch Nasri vor dem Abflug
Für das Wenger-Team könnte es sogar noch schlimmer kommen. Denn der französische Wirbelwind Samir Nasri scheint den Pedro-Dollars der Klubeigner von Manchester City zu erliegen. 28,5 Millionen Euro sind die Citizens bereit, für den Dribbler auszugeben. Dieser hatte erst unlängst ein neues Vertragsangebot der Londoner ausgeschlagen, weil er bei City mehr als das Doppelte verdienen könnte.