08.Mai 2011, 11:48 Uhr
Fussball
Augsburg will rauf, ein Trio nicht runter: Der Kampf um die Aufstiegsplätze und den Klassenverbleib steht auch am 33. und vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga im Mittelpunkt. Angepfiffen werden alle neun Begegnungen heute um 13.30 Uhr (live bei Sky).
Während Spitzenreiter Hertha BSC Berlin bereits als Zweitliga-Meister feststeht, kann Verfolger FC Augsburg den Aufstieg ebenfalls endgültig sichern. Bei einem Sieg gegen den Zwölften FSV Frankfurt wäre der Mannschaft von Trainer Jos Luhukay der zweite Platz dank der überragenden Tordifferenz (+31) nur noch theoretisch zu nehmen. Allerdings fuhr der FCA in seinen letzten beiden Heimspielen nur einen Zähler ein. Frankfurt wiederum hat von seinen jüngsten 13 Partien nur eine gewonnen.
Der Dritte VfL Bochum ist derweil beim VfL Osnabrück gefordert. "Das wird eine etwas schwierigere Aufgabe", sagt Trainer Friedhelm Funkel, der zumindest den Relegationsplatz absichern will. Nach zuvor drei sieg- und torlosen Auftritten gelang Bochum zuletzt immerhin ein 3:0 gegen Union Berlin. Die seit neun Partien sieglosen Osnabrücker stehen als 16. ebenfalls vor zwei Relegationsspielen - allerdings denen in Richtung 3. Liga.
Fürth beim Tabellen-17. Oberhausen unter Druck
Zwei Punkte hinter Bochum lauert noch die SpVgg Greuther Fürth. Am Sonntag geht es zum Tabellen-17. Rot-Weiß Oberhausen, der von seinen vergangenen zehn Spielen nur eines gewonnen hat, im Abstiegskampf aber jeden Zähler braucht. RWO ist so etwas wie der Lieblingsgegner der Fürther: Von ihren bislang neun Heimspielen gegen die SpVgg konnten die Oberhausener nur zwei gewinnen. Allerdings blieb Fürth auswärts zuletzt auch dreimal sieg- und torlos.
Nur noch theoretische Chancen auf den dritten Platz hat Erzgebirge Aue angesichts von sechs Punkten Rückstand. Und nun kommt auch noch Spitzenreiter Hertha BSC Berlin. Zuletzt zeigten allerdings beide Teams Formschwäche: Aue blieb in seinen letzten vier Heim-Auftritten sieglos, Hertha kassierte nach zuvor zehn Partien ohne Niederlage jüngst ein 1:2 gegen 1860 München.
KSC kann Schritt aus dem Keller machen
Im Kampf gegen den Abstieg kann der Karlsruher SC (15.) mit einem Sieg beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht Arminia Bielefeld einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenverbleib machen. Der KSC, der in jedem seiner vergangenen zwölf Begegnungen jeweils mindestens ein Gegentor kassierte, wartet allerdings seit sechs Auftritten auf seinen achten Saisonsieg. Noch schlechter ist die Arminia dran, die sogar seit sieben Spielen sieglos ist und in den vergangenen fünf Partien viermal ohne eigenen Treffer blieb.
Zu einem Westduell kommt es zwischen Fortuna Düsseldorf und Alemannia Aachen, der letzten Begegnung im Ausweichstadion der Fortuna. Nach zuvor vier Siegen in Folge musste Düsseldorf zuletzt mit einem 2:2 in Karlsruhe zufrieden sein. Beeindruckend: Die Fortunen gewannen zwölf ihrer jüngsten 13 Heimspiele. Aachen, das noch nie drei Punkte aus Düsseldorf mitnahm (drei Unentschieden, fünf Niederlagen), hat zwei seiner vergangenen drei Auswärts-Begegnungen gewonnen.
Nur wenige Kilometer entfernt bekommt es der MSV Duisburg mit dem SC Paderborn zu tun. Die "Zebras" scheinen rechtzeitig vor dem DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04 (21. Mai) in Topform: Das jüngste 4:0 in Frankfurt war der höchste Saisonsieg der Mannschaft von Trainer Milan Sasic. Doch auch bei Paderborn herrscht derzeit gute Stimmung: Nach zuvor zehn Partien ohne Sieg feierte der SC zuletzt ein 1:0 gegen Osnabrück und damit den Klassenverbleib.
Bayern-Derby zwischen 1860 und Ingolstadt
Der TSV 1860 München will derweil im Bayern-Derby gegen den FC Ingolstadt seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Die "Löwen" haben drei ihrer jüngsten vier Spiele gewonnen, zu Hause feierte der TSV zuletzt drei klare Siege in Folge, zwei davon ohne Gegentreffer. Aber auch Ingolstadt ist seit neun Partien ungeschlagen und hat damit endgültig den Klassenverbleib geschafft.
Zu einem Duell zweier Nachbarn kommt es auch zwischen Union Berlin und Energie Cottbus. Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher kaum sein: Union hat in den jüngsten drei Auftritten nur einen Zähler eingefahren. Die Berliner haben von ihren vergangenen sieben Heimspielen nur eines gewonnen. Cottbus dagegen holte sieben Punkte aus den letzten drei Begegnungen. Der Traum vom Aufstieg ist dennoch ausgeträumt. Der direkte Vergleich ist derweil eindeutig: Von 15 Duellen mit Union haben die Cottbuser nur zwei verloren.