05.Mai 2011, 07:38 Uhr
Fussball
Zwei Spiele noch, dann ist auch die dritte verkorkste Rückrunde in Serie Geschichte. Also blicken sie in Hoffenheim lieber sieben Wochen nach vorn. Denn am 22. Juni soll die Zukunft beginnen, an jenem Mittwoch bittet Holger Stanislawski (41) seine neue Mannschaft zum ersten Training. Und auch Sven Schipplock wird dann mit von der Partie sein.
Der 22-jährige Mittelstürmer unterschrieb einen Vertrag bis 2014 im Kraichgau, er ist der erste Neuzugang der TSG in diesem Sommer.
Ablösefrei kommt er vom VfB Stuttgart, wo schon sechs weitere Akteure der Hoffenheimer ausgebildet wurden. Vor allem Sebastian Rudy (21), den Schipplock gut aus Stuttgart kennt, soll ihm ein Beispiel dafür gewesen sein, wie erfrischend eine Luftveränderung wirken kann. Der Mittelfeldspieler avancierte in Hoffenheim zur Stammkraft, nachdem er beim VfB an den etablierten Profis nicht vorbeigekommen war.
Auch Schipplock hofft nun auf den Durchbruch. Nur ein Tor in elf Einsätzen schoss er in seiner ersten Bundesligasaison (kicker-Notenschnitt 4,0), der Treffer bedeutete aber just den 2:1-Sieg über den FC St. Pauli - und dessen Trainer Stanislawski. Besser lief es in der 3. Liga, wo Schipplock auf die starke Quote von 10 Toren in 14 Spielen für die Stuttgarter kam. "Er strahlt viel Torgefahr aus und besitzt starke körperliche Voraussetzungen, um das auch in der Bundesliga umzusetzen", sagt Hoffenheims Manager Ernst Tanner über den 1,86 Meter großen Angreifer. Athletik und Instinkt sind die Qualitäten, auf denen sie in Hoffenheim aufbauen wollen, um leichte Schwächen in puncto Schnelligkeit auszumerzen. Größter Konkurrent bei der TSG Hoffenheim wird Vedad Ibisevic (26) sein, falls der Bosnier denn im Kraichgau bleiben sollte.
Offen ist zudem die Zukunft von David Alaba (18). Hoffenheim würde den linken Mittelfeldspieler gern weiterhin ausleihen. "Alles ist besprochen, aber die Bayern können sich nicht entscheiden", meint Tanner leicht genervt in Richtung München.