13.Juli 2011, 07:39 Uhr
Fussball
Ciprian Marica und der VfB Stuttgart gehen in Zukunft getrennte Wege. Wie die Schwaben am Montagabend auf ihrer Internetseite kurz und knapp bekanntgaben, wurde der noch bis 2012 laufende Vertrag mit dem schon seit Monaten in Ungnade gefallenen Rumänen in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.
Marica hatte sich in Stuttgart Anfang Februar selbst aufs Abstellgleis befördert, als er Trainer Bruno Labbadia in einem Interview mit einer rumänischen Zeitung kritisiert hatte. "Ich bereue, dass ich 2007 die Dummheit gemacht habe, einen Fünfjahresvertrag zu unterschreiben. Ich bin unglücklich. Für beide Seiten wäre es besser, wenn wir im Sommer eine Lösung finden." Der 25-Jährige dementierte die Aussagen zwar, zeigte sich in einem Gespräch mit der sportlichen Führung des VfB aber dennoch uneinsichtig.
So fand Marica fortan bei Labbadia keine Berücksichtigung mehr. 2007 war der Angreifer als damals teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte für 7,5 Millionen Euro von Schachtjor Donezk an den Neckar gewechselt. Dort konnte er die hohen Erwartungen aber nur selten erfüllen. Seine Klasse ließ der Rumäne nur phasenweise aufblitzen. In 93 Bundesliga-Spielen für den VfB erzielte er 19 Tore, hinzu kommen acht Tore in 28 Europacupspielen.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Lokomotive Moskau an Marica interessiert sein. Von der einstigen Rekordablöse wird der VfB jedoch nichts mehr sehen. Wenigstens ist Marica nun aber von der Gehaltsliste.