04.Juni 2011, 11:23 Uhr
Fussball
Die ausufernde Gewalt sowie mehrere Unregelmäßigkeiten im Spielbetrieb haben den griechischen Verband (EPO) zu einem drastischen Schritt bewogen. Wie am Freitag bekannt wurde, wird ab dem kommenden Montag der Betrieb für zehn bis 15 Tage ruhen.
Das Heimspiel der griechischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation am Samstag gegen Malta kann aber wie geplant stattfinden.
In griechischen Stadien kommt es bereits seit einiger Zeit immer wieder zu vereinzelten Ausbrüchen der Gewalt. Zudem häufen sich Fälle von Unregelmäßigkeiten. So sollen sich zahlreiche Mannschaften mit gefälschten Dokumenten ihre Beteiligung an den verschiedenen Wettbewerben verschafft haben.
Verbandspräsident Sofoklis Pilavios begründete die Entscheidung am Freitag damit, dass er selbst von Funktionären bedroht worden sei. Ursprünglich soll sogar eine Unterbrechung des Spielbetriebs auf unbestimmte Zeit im Raum gestanden haben, nun soll nach gut zwei Wochen der Betrieb wieder aufgenommen werden: "In dieser Zeit werden wir mit den gesunden Kräften des Fußballs reden. Wir müssen etwas tun, weil der Fußball stirbt", sagte Pilavios in einem Athener Sportradio.
Durch die Pause ist sogar die Austragung der kommenden Meisterschaftsrunde gefährdet.