10.Mai 2011, 19:35 Uhr
Fussball
"Es passt nach wie vor nicht zusammen." Felix Magath nimmt kein Blatt vor den Mund, was das Mannschaftsgefüge des von ihm trainierten VfL Wolfsburg betrifft. Dem Meister von 2009 droht nach 14 Jahren der Abstieg aus der Bundesliga. Auch, weil aus der von Magath geformten Meisterelf nicht mehr viel übrig ist. Der angeschlagene Josué immerhin, der im Saisonfinale bei 1899 Hoffenheim auflaufen soll. Und auf den Magath große Hoffnung setzt.
Vier Tage vor dem entscheidenden Spiel fehlte der Brasilianer im Teamtraining am Dienstag, spulte nur eine lockere Laufeinheit ab. Magath ist jedoch optimistisch, was seinen Stabilisator betrifft. "Von diesem Charakter brauchen wir noch Spieler", so der 57-Jährige. Muskelprobleme sorgten bei ihm und seinem Landsmann Diego für Schonung zum Wochenbeginn.
"Ich bin optimistisch", lautet die Prognose Magaths für das Wochenende. Am Mittwoch sollen Josué und Diego wenn möglich schon wieder das volle Pensum leisten.
Unklar ist noch, ob Winter-Neuzugang Patrick Helmes wieder mitmachen kann. Der Ex-Leverkusener wird weiter wegen nicht geklärter Schwindelgefühle behandelt. Sollte der 27-Jährige rechtzeitig fit werden, wird er dennoch nicht über eine Rolle als Ergänzungsspieler hinauskommen. Denn der zuletzt gelbgesperrte Grafite kehrt zurück in die Startelf und soll "mit seiner Wucht", so Magaths Hoffnung, entscheidende Lücken in die Hoffenheimer Defensive reißen. Auch VW-Boss Martin Winterkorn hatte im Interview mit dem kicker beklagt, dass gegen den FCK "vorne zu viele Leichtgewichte" auf dem Platz gestanden hätten. Grafite wird neben dem seit dem 26. Spieltag sechsmal erfolgreichen Mario Mandzukic stürmen. Das Duo ist für 14 der 40 VfL-Treffer verantwortlich. Grafite hat 2011 jedoch erst ein Tor erzielt (beim 1:1 in Stuttgart).
Weitere Optionen für die Offensive hat Magath kaum. Der im Winter vom AS Monaco geholte Dieudonné Mbokani (sieben Einsätze, kein Tor) spielt bereits keine Rolle mehr und wird die Niedersachsen im Sommer wieder verlassen.