07.Februar 2010, 17:19 Uhr
Fussball
Im Straßenbahnderby in Düsseldorf feierte die Fortuna gegen Duisburg vor ausverkauftem Haus ein 2:0. Der FCK verteidigte mit dem 3:0 gegen Paderborn die Spitze, die St. Pauli am Freitag durch das 2:1 gegen den KSC zwischenzeitlich übernommen hatte. Aachen kam in Frankfurt zu einem 1:1. Am Samstag nahm der FCA etwas glücklich einen Punkt aus Berlin mit. In Cottbus wendete Petersen gegen Koblenz die vierte Niederlage in Folge ab. Am Montag gastiert Ahlen bei 1860.
Das Topduell stieg am Sonntag in Düsseldorf - vor ausverkauftem Haus! 48.250 Zuschauer wollten das prestigeträchtige Straßenbahnderby zwischen Düsseldorf und Duisburg sehen. Vor allem die Anhänger der Fortuna kamen auf ihre Kosten: Ein dicker Patzer von MSV-Torhüter Starke ermöglichte der Fortuna die Führung (17.), danach war die Meier-Elf den Gästen in allen Belangen überlegen und hätte bis zur Pause schon höher führen können als nur 2:0. Nach dem Wechsel fing sich der MSV zwar, erspielte sich jedoch kaum Chancen und verlor auch noch Bodzek mit Gelb-Rot. Düsseldorf verkürzte den Rückstand auf den Relegationsplatz damit auf einen Zähler, Duisburg muss nach zwei Niederlagen in Folge erst einmal abreißen lassen.
Jendrisek schießt Lautern zurück an die Spitze
Mit dem 2:1 gegen den KSC hatte St. Pauli den 1. FC Kaiserslautern an der Tabellenspitze am Freitag wieder unter Druck gesetzt. Im Heimspiel gegen den SC Paderborn taten sich die "Roten Teufel" in der ersten Hälfte schwer. Mit seinem ersten Ballkontakt brachte der zur Pause eingewechselte Jendrisek den FCK dann aber in Führung. Kurz vor Schluss machte der Slowake alles klar, die Pfälzer stehen weiter auf Platz eins.
Der FSV Frankfurt durfte nach dem Auswärtscoup in Paderborn auch vor eigenem Publikum gegen Aachen vom dreifachen Punktgewinn träumen - allerdings nur fünf Minuten lang. Voigts Führungstreffer (76.) glich der neue Alemannia-Kapitän Auer wenig später aus - und das verdient, denn die Gäste waren in der zweiten Hälfte klar am Drücker. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Koblenz liegt der FSV damit weiterhin auf dem vorletzten Platz.
Montag: Ahlen zur Großveranstaltung nach München
Da mag sich so mancher gewundert haben. Zweitliga-Topspiel am Montag: 1860 München gegen Schlusslicht Ahlen. Grund ist erwartungsgemäß nicht die sportliche Brisanz, sondern die Sicherheitskonferenz am Wochenende in München. Parallel hierzu darf keine Großveranstaltung stattfinden. Ob das Publikumsinteresse am Montagabend in Fröttmaning dieses Spiel zu einer Großveranstaltung werden lässt, bleibt abzuwarten. "Löwen"-Coach Ewald Lienen wird Neuzugang Rakic noch nicht in der Startelf aufbieten, während Ahlens Coach Christian Hock für seinen neuen Rechtsaußen Jenner "mehr Bälle" fordert. Vielleicht glückt so ja der zweite Auswärtssieg der Wersestädter.
Petersen hilft Pele Wollitz
Lange sah es am Samstag so aus, als würde Energie Cottbus die vierte Pleite in Folge quittieren müssen. Die Abwehr der Lausitzer sah beim 0:1 von Kapllani alt aus, auch in der Folgezeit blieb die TuS gegen die einfallslosen Hausherren spielbestimmend. Frischen Wind brachte erst die Einwechslung von Petersen in der zweiten Hälfte. Der Angreifer nutzte seine dritte gute Chance zum 1:1 und half somit Coach Pele Wollitz, dessen Stuhl bei einer weiteren Pleite wohl gehörig gewackelt hätte. Für Koblenz wäre gegen die lange Zeit ideenlosen Cottbuser durchaus mehr drin gewesen.
Union hält Thurk im Zaum
Selbstbewusst ging Union vor der Partie gegen den Tabellendritten Augsburg ins Rennen - auch wenn die bayerischen Schwaben mit vier Siegen in Folge im Gepäck und Torjäger Thurk (19 Tore in 19 Spielen) nach Köpenick reisten. Der FCA-Stürmer war diesmal über die kompletten 90 Minuten bei der Berliner Abwehr gut aufgehoben, kam kaum zum Zuge. Union war das spielbestimmende Team und hatte in der 23. Minute Pech, als Parensen bei einem Freistoß nur die Latte traf. Generell ging der Aufstieger zu leichtfertig mit den Chancen um. Auch die Schlussoffensive gegen dezimierte Augsburger - Baier sah Gelb-Rot - brachte nichts ein. Mosquera vergab die letzte gute Gelegenheit in der Schlussminute, so dass der FCA einen glücklichen Punkt aus der Alten Försterei entführte.
Freitag: St. Pauli weiter auf dem Vormarsch
Der FC St. Pauli macht weiter ernst, die Hamburger gewannen auch das vierte Rückrundenspiel. Gegen die gut organisierten Karlsruher siegte die Stanislawski-Elf am Freitagabend knapp mit 2:1. Der Held der Kiez-Kicker war Hennings, der beide Tore erzielte: Erst packte der Linksfuß den Hammer aus, dann drosch er kurz vor der Pause einen Volleyschuss gekonnt ins Netz und merzte so Chrisantus' zwischenzeitlichen Ausgleich aus. Mit dem 14. Saisonsieg unterstrichen die Hamburger ihre Aufstiegsambitionen. Beim KSC dagegen ziehen nach der dritten Niederlage in Serie hingegen immer dunklere Wolken auf.
Bitteres Deja-vu für arglose Fürther
Die Fürther können in dieser Saison gegen Bielefeld den Sack einfach nicht zumachen. Wie im Hinspiel (damals sogar 2:0) führten die Franken auch bei der Arminia und waren haushoch überlegen. Allagui hatte nach mustergültiger Vorarbeit des sprintstarken Müller beim Führungstor nur noch den Fuß hinhalten müssen. Die SpVgg spielte die Ostwestfalen bisweilen schwindelig, doch das Bild drehte sich kolossal, als Fürths Torwart Loboué eine harmlose Hereingabe nicht festhalten konnte und Fort eiskalt abstaubte. Nun agierte die Gerstner-Elf mit viel mehr Biss und nagelte die Elf von Trainer Büskens in deren Hälfte fest. Zum Lohn gelang Guela der 2:1-Siegtreffer, der die Bielefelder wieder an den Aufstiegsrelegationsplatz heranschmecken lässt. Für Fürth war es unter Büskens nach drei Siegen die erste Niederlage und die ersten Gegentore.
Bruns jubelt beim Debüt
Im Spiel eins nach dem Rücktritt von RWO-Trainer Jürgen Luginger jubelte Nachfolger Hans-Günter Bruns und beendete durch das 2:1 gegen Rostock zwei traurige Serien: Erstmals seit neun Spielen gab es wieder drei Punkte, zudem trafen die Niederrheiner nach 739 torlosen Minuten mal wieder ins Schwarze. Zunächst aber hatte der FC Hansa die Nase vorn, als Bartels im ersten Abschnitt einen Konter eiskalt verwertete. Nach dem Ausgleich flog der Torschütze der Ostseestädter mit der Ampelkarte vom Platz (wegen Sandschmeißens!), und in Überzahl kippte die Partie zugunsten von RWO: Schmidtgal glich überlegt aus, Terranova avancierte zum Matchwinner. Oberhausen überholt damit Rostock in der Tabelle, das nun einen Platz über dem Abstiegsrelegationsrang steht.