02.Mai 2011, 14:07 Uhr
Fussball
"Das ist ein Torwart, der hält dir im Jahr 20 Unhaltbare. Man muss alles tun, um ihn sofort zu holen. Wäre ich noch Aufsichtsrats-Vorsitzender, würde ich jede Summe absegnen. Man sollte, wenn es sein muss, auch 50 Millionen Euro für Neuer bezahlen", sagte der Franz Beckenbauer in der "Bild"
Sein Nachfolger im Amt, Uli Hoeneß, konterte den kaiserlichen "Mondpreis" mit Verweis auf die Entscheidungsmacht des Vorstandes und dem inzwischen von ihm angeführt Aufsichtsrat: "Franz ist aber nicht an unserer Stelle", sagte Hoeneß.
Bislang teuerster Transfer innerhalb der Bundesliga war der von Mario Gomez vom VfB Stuttgart zu den Münchnern im Jahr 2009. Damals sollen zwischen 30 und 35 Millionen Euro geflossen sein. Allerdings musste der Stürmer seinerzeit aus einem noch drei Jahre gültigen Vertrag herausgekauft werden. Der Kontrakt von Neuer beim FC Schalke läuft dagegen schon in einem Jahr aus. Er könnte 2012 ablösefrei den Verein wechseln. Der teuerste Transfer von der Bundesliga ins Ausland war der von Edin Dzeko in dieser Saison für 35 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Manchester City.
Den Gelsenkirchenern gefiel Beckenbauers Idee natürlich. "Er ist herzlich willkommen bei der Verhandlungsrunde", sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt im TV-Sender "Sky". Heldt ist hat mit den Bayern Pokererfahrung, er saß damals auch bei den Gomez-Verhandlungen mit am Tisch. "Es steht eine Summe im Raum und die wird sich bestimmt verändern, wenn der FC Bayern Manuel Neuer 2011 haben will", sagte Heldt. Nach den ersten Verhandlungen liegen beide Seiten mehrere Millionen Euro auseinander - in Beckenbauer-Dimensionen wird aber nicht verhandelt.
"Wenn die Ablösesumme nicht stimmt, wird Manuel Neuer den Verein 2011 nicht verlassen - da kann man sich drehen und wenden wie man will", betonte Heldt. Eine "Selbstverständlichkeit, dass Neuer 2011 wechselt, ist nicht gegeben".
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge wies darauf hin, dass man keine Eile habe, ein Ergebnis zu erzielen. "Es ist ausreichend Zeit, sich auszutauschen. Die Transferliste ist bis zum 31. August auf", sagte Rummenigge am Wochenende. "Wir werden sehen, ob es eine Lösung gibt. Wenn es eine gibt, okay. Wenn es keine Lösung gibt, werden auch beide Vereine damit weiterleben müssen."