01.Mai 2011, 13:00 Uhr
Fussball
Auch das Finale im griechischen Pokal war überschattet von Chaos und Ausschreitungen. Auf dem Rasen setzte sich AEK Athen erwartungsgemäß gegen den Ligarivalen Atromitos Halkidona mit 3:0 durch.
Die Tore des ehemaligen Eintracht-Frankfurt-Profis Nikos Liberopoulos (29. Minute), von Nabil Baha (78.) und Pantelis Kafes (85.) reichten AEK, um den Lokalrivalen und Vorortklub Atromitos zu bezwingen und den 14. Cup der Vereinsgeschichte zu feiern.
Während der Partie herrschte phasenweise das blanke Chaos. Hunderte AEK-Fans stürmten den Rasen des Olympiastadions schon kurz vor Spielende. Dabei attackierten sie Spieler von Atromitos. Zudem zerstörten die Hooligans mehrere Kameras des staatlichen Fernsehens. Die Polizei setzte massiv Schlagstöcke und Tränengas ein.
Der Schiedsrichter verließ für eine halbe Stunde den Platz, unklar war, ob es weitergehen würde. Die brodelnde Atmosphäre mögen ihn veranlasst haben, trotz der Anzeige von neun Nachspielminuten relativ pünktlich abzupfeifen.
Schon vor dem Spiel waren gewaltbereite Anhänger untereinander und mit der Polizei rund ums Stadion und in der Stadt aneinandergeraten. Es flogen Knallkörper und Leuchtkugeln. Auch im Stadtzentrum kam es zu Zusammenstößen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Schlagstöcke und Blendgranaten ein.
Bereits im Halbfinale des Pokals hatte es in Saloniki Ausschreitungen gegeben. Am 16. März eskalierte die Situation beim Rückspiel zwischen PAOK und AEK (0:1). Auch hier hatten Hooligans den Platz gestürmt, Gästetorwart Saja wurde von einem Leuchtkörper getroffen. PAOK musste 250.000 Euro Geldstrafe bezahlen und ein Geisterspiel austragen.
Der griechische Fußball kommt damit nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Spielmanipulationen und Bestechungsversuche erschüttern ihn nachhaltig.