13.Juli 2011, 19:04 Uhr
Fussball
Das Erstrunden-Duell im DFB-Pokal zwischen dem Viertligisten Hallescher FC und Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt hätte eigentlich in Nürnberg stattfinden sollen. Zumindest teilte das der Regionalligist aus Sachsen-Anhalt am Mittwoch mit. Doch kurz danach folgte die Absage aus dem Nürnberger Bürgermeisteramt.
"Bei uns findet an jenem Tag das traditionelle Bardenfest statt. Da kommen etwa 250.000 Menschen nach Nürnberg. Es gab Sicherheitsbedenken. Wenn Fan-Gruppen, die sich nicht wohl gesonnen sind, auf dem Bahnhof ankommen, könnte es Probleme geben. Die Sache war uns zu riskant", sagte Christine Schüssler, die Leiterin des Bürgermeister-Amtes, der Mitteldeutschen Zeitung.
Bei Halleschen FC herrscht Entsetzen. "Wir haben bis jetzt nur Absagen bekommen. Viele Alternativen gibt es nicht mehr. Trotzdem suchen wir weiter", sagt HFC-Präsident Michael Schädlich. Das Heimrecht mit Eintracht Frankfurt zu tauschen, lassen die DFB-Regularien nicht zu.
Ursprünglich sollte das Spiel im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion angepfiffen werden.
Die Stadt Dessau-Roßlau hatte die Austragung der Partie jedoch aus Sicherheitsgründen am vergangenen Mittwoch wieder abgesagt.
Die Spielverlegung war notwendig geworden, da Halles Kurt-Wabbel-Stadion derzeit umgebaut wird.