Fussball
14.Mai 2011, 10:40 Uhr
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Der 38. und letzte Spieltag in der 3. Liga heute ab 13.30 Uhr verspricht - oben und wie unten in der Tabelle - Hochspannung. Im Duell zwischen dem SV Werder Bremen II und dem SV Wehen Wiesbaden geht es sogar für beide Mannschaften um Alles oder Nichts. Der Vorletzte Bremen muss gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenverbleib zu haben. Aber auch der Vierte Wehen benötigt drei Punkte, um sich die Chance auf Rang drei offen zu halten. „Großes Taktieren wird es nicht geben“, prophezeite Bremens U 23-Trainer Thomas Wolter gegenüber DFB.de.

Der Hessische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk senden eine Live-Konferenz der Spiele Werder Bremen II gegen SV Wehen Wiesbaden und Kickers Offenbach gegen Dynamo Dresden.

Bremen (36 Punkte) hat einen Zähler Rückstand auf den SV Wacker Burghausen (37), der Rang 18 belegt, und ist drei Punkte von den Ahlener Rot Weissen (29) entfernt, die aktuell den sportlichen Klassenverbleib gesichert hätten. „Auf der einen Seite bin ich froh, dass wir überhaupt noch die Chance haben“, so Wolter. „Auf der anderen Seite bin ich kein Freund davon, es nicht mehr in der eigenen Hand zu haben.“

Ähnlich gestaltet sich die Situation für Wehen Wiesbaden. Die Mannschaft von Trainer Gino Lettieri rangiert mit 61 Zählern auf Rang vier, ein Punkt hinter dem Dritten Dynamo Dresden. Außerdem hat Wehen das um vier Treffer schlechtere Tor-Verhältnis. Die Hessen sind also selbst im Falle eines Sieges im Rennen um den Relegationsplatz auf Schützenhilfe angewiesen.

„Nach dem Spiel in Bremen werden wir sehen, ob wir einen langen oder kurzen Urlaub haben werden“, sagte SVWW-Trainer Lettieri, dessen Mannschaft unter der Woche noch im Hessenpokal-Finale im Einsatz war (3:0 gegen den Süd-Regionalligisten Hessen Kassel) und damit schon mal das Ticket für die nächste DFB-Pokal-Hauptrunde in der Tasche hat. Lettieri muss in Bremen ohne die gesperrten Jan Fießer (fünfte Gelbe Karte) und Ioannis Masmanidis (Rote Karte) auskommen. Das Hinspiel endete 1:1.

FIFA 08 Dresden kann Relegations-Ticket mit einem Sieg buchen

Dynamo Dresden kann das Relegations-Ticket aus eigener Kraft mit einem Sieg bei den Offenbacher Kickers buchen, die bis vor wenigen Tagen noch selbst Platz drei belegt hatten, inzwischen nach einer Negativ-Serie aber ohne Chance sind. Dynamo ist bereits zwei Tage vor der Partie angereist, um dem Berufsverkehr zu entgehen.

„Ich rechne damit, dass Wehen in Bremen gewinnt. Deshalb müssen auch wir uns in Offenbach durchsetzen, um Platz drei zu verteidigen“, so Dynamo-Trainer Loose zu DFB.de. „Es wird allerdings ein schwerer Gang für uns.“ Über das Ergebnis in Bremen wird sich Loose während des Spiels informieren lassen. Während Dresden unter dem neuen Trainer fünfmal hintereinander nicht verloren hat, wartet der OFC seit vier Runden auf einen Sieg.

Die beste Ausgangsposition im Rennen um den sportlichen Klassenverbleib hat Rot Weiss Ahlen. Um von der Konkurrenz unabhängig zu sein, ist allerdings ein Sieg beim Tabellenzweiten FC Hansa Rostock Voraussetzung. Die Mannschaft von Ahlens Trainer Arie van Lent, der nach der Saison zum Liga-Konkurrenten Kickers Offenbach wechseln wird („Diese Chance will und muss ich nutzen.“), startet ersatzgeschwächt in die Partie bei den bereits aufgestiegenen Hansestädtern. Marcus Piossek (Schulter), David Vrzogic (Zerrung) und Erdal Celik (Gehirnerschütterung) sind verletzt. Immerhin gab es unter der Woche beim 3:2 nach Verlängerung gegen den SV Lippstadt im Verbands-Pokal-Halbfinale ein Erfolgserlebnis. Der Club steht damit in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde.

Im Kader der Rostocker stehen mit Michael Wiemann, Sebastian Pelzer und Mohammed Lartey gleich drei Spieler, die in der abgelaufenen Saison noch für Ahlen am Ball waren. Die Partie in Rostock ist ausverkauft. „Wir wollen unser letztes Heimspiel vor großer Kulisse gewinnen“, sagte Hansa-Trainer Peter Vollmann gegenüber DFB.de. Nach dem Spiel wird die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga noch einmal in der Rostocker Arena gefeiert.

FIFA 08 Wacker Burghausen will Saarbrücker Serie beenden

Wacker Burghausen will im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken den Sturz in die Regionalliga Süd vermeiden. Bei zwei Punkten Rückstand auf Ahlen ist die Mannschaft von Wacker-Trainer Mario Basler auf fremde Hilfe angewiesen. „Diese Situation wollten wir eigentlich vermeiden“, so Basler zu DFB.de. „Es geht darum, gegen Saarbrücken die vielen einfachen Fehler der vergangenen Wochen zu vermeiden. Für uns gibt zu einem Sieg keine Alternative.“ Saarbrücken, unter der Woche im Pokal 3:2 gegen den SV Mettlach siegreich und damit im DFB-Pokal, hat in der Liga zuletzt achtmal in Folge gewonnen. Insgesamt stehen sogar elf Siege in den letzten elf Pflichtspielen zu Buche.

Relativ locker kann der VfR Aalen das Gastspiel bei Rot-Weiß Erfurt in Angriff nehmen. Durch das jüngste 1:1 gegen den VfB Stuttgart II haben die Aalener den Klassenverbleib sicher. Seit drei Runden hat der VfR nicht mehr verloren. Erfurt hat noch eine theoretische Chance auf Platz vier. Dafür muss allerdings Wehen in Bremen verlieren, und Rot-Weiß gegen Aalen gewinnen. Erfurts Trainer Stefan Emmerling muss die gelb-gesperrten Jens Möckel und Olivier Caillas ersetzen. Möckel fehlt bereits zum dritten Mal in dieser Saison wegen einer Gelb-Sperre.

FIFA 08 Eintracht Braunschweig wird als Meister geehrt

Bereits vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim steht Eintracht Braunschweig als Meister der Saison 2010/2011 fest. Geehrt werden die „Löwen“ freilich erst nach der Heidenheim-Partie. Karl Rothmund (DFB-Vizepräsident und Präsident des Niedersächsischen Fußballverbands). Eugen Gehlenborg (DFB-Vorstand und Präsident Norddeutscher Fußballverband), Heinz-Leopold Schneider (Vorsitzender DFB-Spielausschuss) und Hans Bernd Hemmler (Spielleiter 3. Liga) nehmen die Ehrungen und die Pokalübergabe im Stadion-Innenraum vor. „Das gesamte Team freut sich darauf, erneut nach dem Spiel mit den Fans den Aufstieg zu feiern“, so Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt. Das Saison-Finale verpassen werden Ken Reichel (Braunschweig) und Alper Bagceci (Heidenheim). Beide dürfen gelb-gesperrt nicht auflaufen.

Der VfB Stuttgart II schließt die Saison mit der Partie gegen den FC Carl Zeiss Jena ab. VfB-Trainer Jürgen Seeberger kann wieder auf Felice Vecchione zurückgreifen, dessen Gelb-Rot-Sperre abgelaufen ist. Jena ist seit drei Spielen ungeschlagen. Im Hinspiel gab es beim 1:1 keinen Sieger.

FIFA 08 Koblenz ohne Kittner und Hahn gegen Regensburg

Die TuS Koblenz bestreitet ihr letztes Saison-Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg. Mit Ole Kittner (Rot-Sperre) und André Hahn (Gelb-Sperre) müssen die Gastgeber zwei Stammspieler ersetzen. Beim SSV darf Tim Erfen rot-gesperrt nicht aufgeboten werden. Beide Mannschaften haben 49 Punkte auf dem Konto. Die TuS hat allerdings die leicht bessere Tor-Differenz.

Aufsteiger SV Babelsberg 03 hat Heimrecht gegen den SV Sandhausen. Die Serie der Filmstädter endete zuletzt mit dem 1:3 in Saarbrücken. Zuvor war der SVB achtmal in Folge ungeschlagen geblieben. Sandhausen tritt nach zwölf Partien hintereinander ohne Niederlage selbstbewusst in Babelsberg an.
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