28.April 2011, 21:15 Uhr
Fussball
In den Augen von Real-Stürmer Emmanuel Adebayor hatten nicht nur die Madrilenen ihren Anteil am skandalträchtigen Clasico, auch der 2:0-Sieger FC Barcelona hätte durch seine Spielweise zur großen Hektik und den unzähligen Diskussionen beigetragen. Den von Wolfgang Stark ausgesprochenen Platzverweis gegen Reals Pepe empfand der Angreifer aus Togo als überzogen.
Es war zu erwarten, dass sich die Real-Seite gegen die Kritik von den Medien an José Mourinhos Verschwörungstheorien und der wenig konstruktiven und überharten Spielweise der Königlichen (The Sun: "Frankenstein-Fußball") wehren würde. Emmanuel Adebayor ergriff gegenüber der BBC das Wort.
Er und seine Teamkollegen hätten keinesfalls unfair agiert. "Wann immer man einen Barça-Spieler berührt, legt er sich auf den Boden und heult herum wie ein Baby. Ich habe drei Spiele gegen den FC Barcelona gemacht, und immer waren wir am Schluss nur noch zu zehnt", führte der Westafrikaner aus. Am Donnerstag hatte es Defensivrecke Pepe nach einem rustikalen Einsteigen gegen Dani Alves erwischt. Rot in der 61. Minute, danach fielen die beiden Messi-Tore für den FC Barcelona.
Eine überzogene Entscheidung, da sind sich Adebayor ("Vielleicht war es ein Foul, aber keinesfalls Rot") und die Real-nahe Hauptstadtpresse einig. Der Stürmer geht sogar noch weiter und bezichtigt Barça, unsaubere Methoden anzuwenden. "Alle reden über Barças Fair Play, aber ich denke, dass dieses Team weit entfernt davon ist, Fair Play auszuüben", so der zur Halbzeitpause für Özil eingewechselte Adebayor, der selbst nach einem Schlag gegen Busquets in der 83. Minute die Gelbe Karte sah.
Der FC Barcelona sei ein fantastischer Klub mit großartigen Individualisten, das ständige Jammern unter den Fans, den Spielern und auf der Bank müsse aber aufhören.